Verfasst von: palando | 25. April 2007

Jiri Stajner

Jiri Stajner, der teuerste Transfer von Hannover 96 in der ersten Saison nach Wiederaufstieg, hatte es anfänglich schwer, den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Zunächst unglücklich im Abschluss, entwickelte der Tscheche sich in der Rückrunde 02/03 aber zum absoluten Schlüsselspieler.

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Durch herausragende Leistungen in der Schlussphase der Saison spielte sich Stajner in die Herzen der Fans und glänzte sowohl als Vorbereiter (7 Assists) als auch als Torschütze (4 Treffer). Unvergessen bleibt das „wichtigste Tor seiner Karriere“ am 33.Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach. Sein 2:2 in der Nachspielzeit sorgte für den endgültigen Klassenerhalt der Roten. Der versierte Techniker konnte sich wieder in die tschechische Nationalmannschaft spielen und erzielte bei seinem ersten Einsatz 2003 gegen Moldawien (5:0) gleich einen Treffer.

Nicht von ungefähr prophezeiten viele Fans der Roten, dass die Saison 04/05 zum ganz persönlichen Highlight des Jiri Stajner werden würde, nicht nur wegen des erhofften genialen Zusammenspiels mit Landsmann Jan Simak, sondern vor allem auch deshalb, weil Stajner nach seiner Akklimatisierungsphase endlich mit Haut, Haar und Herz in Hannover angekommen zu sein schien und sein ganzes großartiges Potential abzurufen beginnen würde.

Doch es sollte anders kommen: Sein Landsmann und Freund Jan Simak verschwand…und damit auch das Leistungsniveau Stajners. In der Winterpause zog es Jiri in seine tschechische Heimat zu Sparta Prag, auch um dort den Nationaltrainer Karel Brückner auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich stand die EM vor der Tür mit den Tschechen als Titelaspirant. Die Leistungen Stajners reichten am Ende nicht aus, die tschechische Nationalmannschaft fuhr ohne ihn nach Portugal und Stajner ist wieder nach Hannover zurückgekehrt.

Hier blieb Stajner zunächst seinem Naturell als „schlampiges Genie“ treu. An einem guten Tag spielt der Tscheche jede Abwehr schwindlig, an einem schlechteren wird er auch schonmal seinem „Slapstick“-Image gerecht. Trotzdem, oder gerade wegen seiner Unberechenbarkeit wurde „Stajni“ immer mehr zu einem unverzichtbaren Leistungsträger der Roten. Mit sechs Saisontreffern führte er 04/05 am Ende die interne Torschützenliste gemeinsam mit Daniel Stendel an.

Und das kaum noch für möglich gehaltene trat plötzlich doch noch ein. In der vergangenen Spielzeit fand Stajner endlich zu jener Konstanz, die ihn zum Star des Teams machen sollte. Neben sechs Treffern glänzte „Stajni“ nun auch als Topvorbereiter (9 Assists). So fand der nun glücklich mit Lenka verheiratete brillante Techniker doch noch rechtzeitig zurück in die tschechische Nationalmannschaft und löste sein Ticket für die WM-Endrunde in Deutschland. Dort allerdings hatte der Geheimfavorit mit großem Verletzungspech zu kämpfen und musste überraschend schon in der Vorrunde die Segel streichen.


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